Die Autorin
Susann Drost-Ahrend
Ich bin am 2. Oktober 1982 in Hagenow, Mecklenburg-Vorpommern geboren worden.
Als ich mich dazu entschied an diesem Wettbewerb teilzunehmen, sah ich mich
kritischen Stimmen gegenübergestellt. Ich sei ja noch viel zu jung gewesen,
um mich an irgendetwas erinnern zu können. Ich hätte ja nicht die wesentlichen
Ereignisse der DDR-Zeit mitbekommen. Was könne ich schon schreiben? Als die
Mauer fiel, war ich sieben Jahre. Jung, aber nicht blind. DDR bedeutet nicht
nur Politik und Mauer. Es gab ein Leben hinter der Grenze. Ein normales Leben.
An was ich mich erinnere, ist eine schöne DDR-Kindheit. Der Stolz und die
Freude, mit dem ich in den Kindergarten und zur Schule ging. Die Zeit, die
wir im Wald und am Baggersee verbrachten. Wenngleich ich die Wende - den
Mauerfall - nicht live miterlebt habe, so war ich, als Kind, doch der stille
Betrachter dessen, was die Veränderungen der Zeit in den Menschen und in
meiner Heimatstadt bewirkte.
Nachdem ich 2002 mein Abitur in Empfang nahm, bin ich, noch am selben Tag,
nach Bonn gezogen, um dort meine Ausbildung zur Industriekauffrau zu beginnen.
Nach der Ausbildung arbeitete ich im Verkauf, wurde zwei Jahre später
schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Während des Erziehungsurlaubes
begann ich ein Fernstudium zum 'Personal Coach' und schloss mit 'sehr gut' ab.
Durch einen Gedichtwettbewerb, der von einer Lokalen Zeitung ausgeschrieben
wurde, fand ich meinen Weg zurück zur Literatur. Einer vergessenen Neigung,
die ich schon seit Kindheitstagen hatte. Ich begann zu schreiben. Es wurde
zu einer Art Ventil für mich.
Nun habe ich meinen ersten Gedichtband herausgebracht:
"
Reflexion – Querschnitt einer Gesellschaft".