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Gottfried Johannes Müller
Einbruch ins verschlossene Kurdistan |
Gottfried Johannes Müller: Einbruch ins verschlossene Kurdistan
Über den Autor
Gottfried Johannes Müller
wurde am 10. April 1914 - einem Karfreitag -
in dem kleinen schwäbischen Dorf Geschwend als Zweitältester von vier Geschwistern geboren.
Sein Vater, Johannes Matthäus Müller, ein gelernter Sattler, ist Gemeindepfleger und unterhält eine kleine Landwirtschaft zur Selbstversorgung. Seine Mutter, Katharina Müller, geborene Schurr, ist Hausfrau. Die Vorfahren entstammten aus dem Schwäbischen und waren einfache Handwerker: Bauern, Schuster und Förster.
1935 - 1936 unternimmt er seine erste Orientreise. Mit Fahrrad, Freund und 60 Mark reist er auf dem Land- und Schiffsweg in den Orient, besucht Kairo und die Pyramiden, Jerusalem, Bethlehem, Bagdad und dringt weiter vor in das bis dahin verschlossene Reich der Kurden. 1937 erscheint im Verlag Philadelphia Reutlingen sein erstes Buch: "Einbruch ins verschlossene Kurdistan", die Reiseerzählung der ersten Orientreise. (Die zweite Auflage des Buches erschien zuletzt im Jahre 1956. Die behutsam überarbeitete Neuauflage wurde 2006 im Dr. Ronald Henss Verlag veröffentlicht.) Nach seiner Rückkehr aus dem Orient wird Gottfried Müller zum Militärdienst eingezogen. Sein Einsatzort ist Ulm, dort absolviert er unter anderem eine Ausbildung beim Militär im Reiten und Kutschfahren. Er wird als Leutnant der Reserve entlassen. 1942 - 1948 "Unternehmen Mammut" - Gottfried Müllers zweite Orientreise. Während des Krieges unternimmt er den Versuch, mit den Kurden für die Wehrmacht Ölfelder zu erobern. Sein geheimer Einsatz wird verraten. Mit seinem Freund, dem Kurden Ramzie, fällt er in englisch/irakische Gefangenschaft; Folter, Todesurteil, Flucht. Diese Ereignisse schildert er in dem spannenden Tatsachenbericht "Im brennenden Orient", der erstmals 1959 im Eigenverlag und heute in der 3. Auflage erscheint. (Das Buch wird übersetzt und erscheint später auf Englisch, Arabisch, Türkisch und Kurdisch.) Ein Jahr Todeszelle. Hier denkt er über Leben und Tod nach. Der Grund, warum er später Salem gründen wird. Nach Kriegsende wird er 1947 in das britische Internierungslager Hamburg-Neuengamme und anschließend in das Lager Augsburg verlegt. 1948 wird er entlassen. 1955 - 1957 Mehr und mehr nimmt er Abstand von dem Gedanken, Geld zu verdienen. Er nimmt Kontakt zu Abram Poljak, einem messianischen Juden, auf. Ihm liegt sehr viel an der Versöhnung der Christen und der Juden. In dieser Zeit organisiert er mit Abram Poljak Vorträge in Deutschland, Schweiz, England, Schweden, Dänemark und Finnland. 1957 hat er ein einschneidendes Erlebnis. In Stuttgart hört er Obdachlose sagen, dass keiner sich um sie kümmert. Er fragt sie, warum sie denn nicht arbeiten. Die Obdachlosen antworten: "Weil wir obdachlos sind, gibt uns keiner Arbeit. Hätten wir eine Bleibe, bekämen wir auch Arbeit." Gottfried Müller verspricht zu helfen. 16.09.1957 Gottfried Müller gründet mit Freunden in Stuttgart-Leonberg die Bruderschaft Salem als eingetragenen Verein. Die Bruderschaft Salem, die im Jahre 2007 ihr 50-jähriges Bestehen feiert, ist als gemeinnütziges christliches Hilfswerk anerkannt. Sie unterhält Hilfswerke in Deutschland, Russland, Israel, Uganda, Namibia, Indien, USA, Ecuador, Kolumbien ... |
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